Aufwendungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, können grundsätzlich nicht zur Gänze im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Vielmehr werden die Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt als Aufwand berücksichtigt.

Eine Ausnahme davon ist für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 410,00 (netto) vorgesehen. Sie können sich komplett im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe gewinnmindernd auswirken.

Poolabschreibung: Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten (netto) mehr als € 150,00, jedoch nicht mehr als € 1.000,00 betragen, können in einem Sammelposten erfasst und im Rahmen der sogenannten Poolabschreibung über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben werden. Dieses Wahlrecht ist vorteilhaft für jene Wirtschaftsgüter, deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mehr als fünf Jahre beträgt (z.B. Möbel). Die Poolabschreibung kann dabei nur einheitlich für alle Wirtschaftsgüter eines Wirtschaftsjahres angewendet werden.